Familienzusammenführung

Sofern ein Asylbewerber/in oder Flüchtling anerkannt ist, ist es ihm/ihr möglich innerhalb von drei Monaten nach der Anerkennung einen Antrag auf Familiennachzug zu stellen.

Dazu muss die nachziehende Familie (Ehepartner/in, leibliche Kinder oder, im Fall von minderjährigen Kindern in Deutschland, die Eltern)  einen Visumsantrag bei der für sie zuständigen Auslandsvertretung (Konsulat oder Botschaft) stellen und dort persönlich vorsprechen. Die Botschaft und die örtliche Ausländerbehörde prüfen anschließend, ob die erforderlichen Voraussetzungen zum Familiennachzug erfüllt sind.

In besonderen Härtefällen ist eine Einzelprüfung der Ausländerbehörde möglich, sodass auch andere Verwandte, als die oben genannten, nachziehen dürfen.

Die Kosten des Nachzugs, sprich Visa, Flugtickets, etc., müssen von der Familie selbst getragen werden. Die Bundesverbände von Caritas und Diakonie können die Familien auf Antrag jedoch finanziell unterstützen. Voraussetzung ist, dass die Familienzusammenführung zeitnah stattfinden wird oder bis spätestens drei Monate vor der Antragstellung stattgefunden hat. Dabei werden bis zu 1/3 der Kosten übernommen.

Bei subsidiär Schutzberechtigten ist das Recht auf Familienzusammenführung bis zum 16.03.2018 aufgehoben; geduldete Flüchtlinge haben grundsätzlich keinen Anspruch auf Familiennachzug.

S. auch den Wiki-Beitrag zum Ehegattennachzug

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