Willich hat niedrige Kriminalitätsrate

Willicher Ratssaal
Blick in den Willicher Ratssaal - Foto: © Stadt-Willich.de

 

In Willich liegt die Zahl der Straftaten nach einem Zeitungsbericht sehr deutlich unter dem Landesdurchschnitt. Durch Flüchtlinge konnte kein Anstieg beobachtet werden.

Nur 4.712 Straftaten je 100.000 Einwohner: Das ist deutlich weniger als der landesweite Durchschnitt von 8.000, berichtet die Westdeutsche Zeitung (WZ) in ihrer Ausgabe vom 03. März 2016. Zwei Vertreter der Kreispolizeibehörde Viersen, Kriminalhauptkommissar Karl-Heinz Janssen und Polizeihauptkommissar Theo Pasch, beantworteten im Willicher Stadtrat 13 Fragen zur Entwicklung der Straftaten im Willicher Stadtgebiet. Den Katalog hatte die CDU-Fraktion vor dem Hintergrund der Flüchtlingslage vorgelegt.

Aus Sicht der Polizei gibt es weder subjektiv noch objektiv Anhaltspunkte für eine Verschlechterung der Sicherheitssituation. Eine Erhöhung der Straftaten durch Flüchtlinge sei nicht zu erkennen, „eine Gefahr für Willicher Bürger geht von diesen Leuten nicht aus“, so Theo Pasch gegenüber der WZ. Wenn es auch in den Flüchtlingsunterkünften gelegentlich zu Spannungen und Streitigkeiten kommt, hat das jedoch keine Auswirkungen auf die Bevölkerung. Nur vier bis sechs der Flüchtlinge fielen mehrfach durch Straftaten wie Diebstahl oder Körperverletzung auf.

Zwar ist in Willich die Zahl der Einbrüche gestiegen, jedoch gebe es hier keinen Zusammenhang mit den Flüchtlingen, so Pasch nach dem Bericht der WZ, der im Übrigen nichts von einem Anstieg der Ladendiebstähle weiß. Er war verärgert über die Frage, ob Einzelhändler zur Anzeigenerstattung ermutigt würden, oder ob im Gegenteil versucht würde, „das eher mit erhöhter Bürokratie unter der Decke zu halten“. Pasch bezeichnete das als „Frechheit“ und wies auf den Strafverfolgungszwang.

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