Flüchtlingsarbeit aus dem Blickwinkel der caritativen Verbände

SKM-Vertreterversammlung 17./18. Juni 2016: Arbeit mit Geflüchteten

Düsseldorf/Trier, 18. Juni 2016 Im Rahmen der Vertreterversammlung des Katholischen Verbandes für soziale Dienste in Deutschland – Bundesverband e.V. (SKM) stellten sich die Delegierten die Frage, was Flüchtlingsarbeit für ihren Verband bedeutet. Nach einem Überblick zur Flüchtlingssituation zeigte Referent Roberto Alborino, bis Ende Mai 2016 Referatsleiter Migration/Integration im Deutschen Caritasverband (DCV/Freiburg), welche Aufgaben die Einrichtungen und Vereine des SKM erfüllen können, um eine Integration gelingen zu lassen.

Die Caritas ist in vielen Bereichen der Flüchtlingshilfe an entscheidenden Stellen tätig, beispielsweise in der Koordination der Flüchtlingshilfe in Freiburg und Berlin. Auch die
Zusammenarbeit in dem Patenschaftsprogramm „Menschen stärken Menschen“, finanziert durch das Bundesfamilienministerium, verdeutlicht das Engagement des Caritasverbandes und seiner Fachverbände, wie des SKM.

Roberto Alberino betont, dass die Arbeit mit Geflüchteten aus mehreren Aspekten bestehe. Die Grundlagen zu schaffen, diesen Menschen eine menschenwürdige Aufnahme und ein menschenwürdiges Leben zu ermöglichen, verstünden sich von selbst. Dazu gehöre die therapeutische Arbeit mit von Krieg und Folter sowie Zwangsarbeit und Vergewaltigung während der Flucht traumatisierten Männern, Frauen und Kindern und auch Sprachkurse und Qualifizierungsangebote. Therapiezentren der Caritas sowie Angebote der Fachverbände im Bereich der Qualifizierung müssten dazu weiter ausgebaut gebaut werden. Ehrenamtliche in ihrer Arbeit zu begleiten und zu unterstützen seien hier wichtige Aufgaben der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Deutschen Caritasverband und im SKM.

Dies allein genüge aber nicht. Damit Integration gelingt, sei es unerlässlich, dass auch die Menschen ernst genommen werden, die Angst vor der derzeitigen Flüchtlingssituation haben. Wichtig sei es, die Akzeptanz zwischen den Menschen zu erhöhen. Und zwar zwischen den Menschen mit Ängsten und den Menschen aus den Verbänden und Institutionen, die sich für die Geflüchteten einsetzen, ihnen helfen und sie begleiten. „Wir dürfen keinen Kampf der Armen zulassen“, konstatiert Alberino.


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SKM – Katholischer Verband für soziale Dienste in Deutschland – Bundesverband e.V.
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